Warum eine Schweißerei nicht nur anhand des sichtbaren Rauchs beurteilt werden kann
In einer Schweißerei werden bei der Arbeit Schweißrauch, feine Feststoffpartikel sowie Stoffe aus Metall, Zusatzwerkstoff, Oberflächenbehandlung oder Rückstände von Verunreinigungen an Teilen freigesetzt. Sichtbarer Rauch ist nur ein Hinweissignal. Für die fachliche Beurteilung ist entscheidend, was der Arbeitnehmer tatsächlich in der Atemzone einatmet und wie lange er der Belastung ausgesetzt ist.
Eine Schweißerei kann für den Betreiber ein doppeltes Problem darstellen. Die erste Dimension ist die Arbeitsumgebung, also der Gesundheitsschutz der Schweißer und anderer Mitarbeiter in der Halle. Die zweite Dimension ist der Luftschutz, wenn Schadstoffe abgesaugt und über eine Abluft an die Außenluft abgegeben werden.
Luftmessung am Arbeitsplatz und Emissionsmessung sind nicht dasselbe. Einer bewertet die Exposition der Mitarbeiter, der andere bewertet die Verschmutzung der Außenluft.
Schweißrauch und seine Zusammensetzung
Schweißrauch ist kein universeller „Staub“. Ihre Zusammensetzung ändert sich je nachdem, was, womit und unter welchen Bedingungen geschweißt wird. Anders verhält es sich bei Baustahl, Edelstahl, Aluminium oder verzinkten Teilen.
| Faktor | Warum es wichtig ist |
|---|---|
| geschweißtes Material | beeinflusst den Metallgehalt im Schweißrauch |
| Füllmaterial | kann eine bedeutende Quelle für Mangan, Chrom, Nickel oder andere Metalle sein |
| Schweißverfahren | beeinflusst die Rauchmenge und die Partikelgröße |
| Oberflächenbehandlung von Teilen | Verzinkung, Beschichtung, Öl oder Konservierung können die Emissionszusammensetzung verändern |
| Strom und Schweißregime | beeinflussen die Intensität der Rauchentwicklung |
| Extraktion | entscheidet darüber, wie viel Rauch in die Atemzone des Arbeiters gelangt |
Aus Sicht der Arbeitsumgebung wird in der Regel nicht nur die Gesamtpartikelmasse berücksichtigt. Bei Schweißrauch kann auch die Bestimmung bestimmter Metalle wichtig sein, beispielsweise Mangan, Chrom, Nickel, Eisen, Zink oder Aluminium. Dies gilt insbesondere dann, wenn rostfreie, legierte oder oberflächenbehandelte Materialien geschweißt werden.
Staub und Metalle in der Schweißerei
Bei einer routinemäßigen Betrachtung des Arbeitsplatzes scheint das Hauptproblem lediglich der Rauch über der Schweißnaht zu sein. Fachlich müssen jedoch Feststoffpartikel als solche und ihre chemische Zusammensetzung unterschieden werden.
| Was wird bewertet | Praktische Bedeutung |
|---|---|
| Schweißrauch als feste Partikel | Basisdaten zur Partikelmenge in der Luft am Arbeitsplatz |
| Mangan | von Bedeutung für viele Stähle und Zusatzwerkstoffe |
| Chrom und Nickel | typische Risikokomponenten beim Schweißen von rostfreien Stählen |
| Zink | wichtig beim Schweißen verzinkter Teile |
| Aluminium | relevant beim Schweißen von Aluminium und seinen Legierungen |
| Eisen | gemeinsamer Bestandteil beim Schweißen von Stählen |
Praktisch ausgedrückt: Zwei Schweißereien mögen ähnlich verraucht aussehen, aber das Risiko für die Arbeiter kann unterschiedlich sein. Dabei entscheidet nicht nur die Rauchmenge, sondern auch, ob toxikologisch bedeutsame Metalle enthalten sind.
Lokale Absaugung: Was zählt, ist die Erfassung der Dämpfe an der Quelle
Die lokale Absaugung soll Schweißrauch möglichst nah am Entstehungsort erfassen. Wenn sich Rauch zunächst im Hallenraum verteilt und erst dann durch allgemeine Belüftung entfernt wird, hat der Arbeiter ihn oft bereits eingeatmet. Daher ist eine lokale Absaugung in der Regel effektiver, als nur auf eine allgemeine Hallenlüftung zu setzen.
Typische Lösungen sind Absaugarme, abgesaugte Schweißtische, abgesaugte Vorrichtungen, Brenner mit integrierter Absaugung, Roboterzellen mit Absaugung oder zentrale Filtersysteme.
Der Einbau einer Absaugung allein reicht jedoch nicht aus. In der Praxis entscheiden oft Details: Düsenposition relativ zur Schweißnaht, Luftstrom, Filterverstopfung, Arbeitsgewohnheiten des Schweißers und ob die Absaugung die Arbeit beeinträchtigt. Wenn der Arbeiter den Arm wegbewegt, weil er die Sicht oder Handhabung behindert, kann es sein, dass technisch gute Geräte ihren Zweck nicht erfüllen.
| Problem | Auswirkungen in der Praxis |
|---|---|
| Der Absaugarm ist weit von der Schweißnaht entfernt | Rauch entweicht außerhalb der Erfassung |
| verstopfter Filter | Durchfluss und Extraktionseffektivität nehmen ab |
| schlechte Luftzirkulation in der Halle | Rauch breitet sich auf umliegende Arbeitsplätze aus |
| Extraktion stört die Arbeit | Arbeiter nutzen es nicht konsequent |
| nur allgemeine Hallenlüftung | Die Exposition im Atembereich kann hoch bleiben |
Für eine gut konzipierte Schweißerei wird daher nicht nur das Vorhandensein einer Absaugung beurteilt, sondern auch deren tatsächliche Funktion während der normalen Arbeit.
Arbeitsplatzluftmessung in der Schweißerei
Durch die Luftmessung am Arbeitsplatz soll ermittelt werden, welcher Belastung Mitarbeiter tatsächlich ausgesetzt sind. Für die Arbeitsplatzkategorisierung und Gesundheitsrisikobewertung ist in der Regel die persönliche Probenahme im Atembereich des Arbeitnehmers am wichtigsten. Eine stationäre Messung kann zur Beurteilung der Hallenfläche, der Belüftungseffektivität oder zum Vergleich von Arbeitsplätzen nützlich sein, sie allein ersetzt jedoch möglicherweise nicht die Beurteilung der persönlichen Exposition.
| Messart | Was es zeigt | Wenn es verwendet wird |
|---|---|---|
| persönliche Probenahme | was der Arbeiter tatsächlich atmet | Berufskategorisierung, RHA-Anforderung, Expositionsbewertung |
| stationäre Probenahme | Konzentration am ausgewählten Standort | Platzcheck, Arbeitsplatzvergleich, Lüftungsnachweis |
| Messung nach Extraktions-Upgrade | Wirksamkeit technischer Maßnahmen | Überprüfung der Investition in Filtration oder HVAC |
| Messung während der repräsentativen Schicht | normale reale Belastung | Grundlagen für Praxis und Behörden |
Vor der Messung muss bekannt sein, was mit welcher Methode, wie lange, mit welchem Zusatzwerkstoff geschweißt wird und ob der Werker während der Schicht auch Teile schleift, reinigt oder handhabt. Die Kombination von Schweißen und Schleifen kann die Staubbeschaffenheit am Arbeitsplatz erheblich verändern.
Repräsentative Verschiebung: Am richtigen Tag messen
Entscheidend für das Ergebnis ist die Schichtauswahl. Wenn die Messung an einem Tag durchgeführt wird, an dem wenig geschweißt wird, ein anderes Material als üblich verwendet wird oder der Hauptarbeitsplatz nicht in Betrieb ist, kann es sein, dass das Ergebnis nicht dem tatsächlichen Risiko entspricht.
Eine repräsentative Schicht sollte dem normalen signifikanten Betrieb entsprechen. Es muss nicht der schlimmste Tag sein, den man sich vorstellen kann, aber es sollte auch kein außergewöhnlich ruhiger Tag sein. Bei der Auftragsfertigung ist es manchmal ratsam, eine Schicht auszuwählen, in der Material oder Produkte geschweißt werden, die einer typischen oder erheblichen Belastung entsprechen.
Bei der Vorbereitung der Messung werden daher die Art des geschweißten Materials, die Schweißzeit, die Anzahl der in Betrieb befindlichen Arbeitsplätze, die Verwendung der Absaugung, das gleichzeitige Schleifen und das spezifische Arbeitsverfahren des Schweißers überwacht.
Manuelles Schweißen, Roboterarbeitsplatz und Schleifen
Verschiedene Arten von Arbeitsplätzen können nicht automatisch auf die gleiche Weise bewertet werden. Ein manueller Schweißer befindet sich oft direkt an der Rauchquelle, wechselt die Position, arbeitet mit anderen Teilen und die Exposition hängt von den Arbeitsgewohnheiten und der Verwendung der Absaugung ab. In einer Roboterzelle gelten möglicherweise andere Regelungen, da der Arbeiter möglicherweise nicht ständig am Lichtbogen steht, sondern während der Beladung, Inspektion oder Reparatur Emissionen ausgesetzt sein kann.
Das Schleifen ist gesondert wichtig. Dabei kann erheblicher Staub entstehen, dessen Zusammensetzung sich vom Schweißrauch selbst unterscheidet. Wenn der Arbeitnehmer einen Teil der Schicht schweißt und einen Teil der Schicht schleift, muss diese Kombination in der Beurteilung berücksichtigt werden.
| Arbeitssituation | Was kann entscheidend sein |
|---|---|
| manuelles Schweißen | Atemzone des Arbeiters, Absaugposition, Schweißzeit |
| Roboterschweißen | Zellextraktion, Bedienerpräsenz, Reparatur und Einstellung |
| Schweißnahtschleifen | Staub, Metalle, Schleifmittel, lokale Absaugung |
| Edelstahlschweißen | Chrom, Nickel, Zusatzwerkstoffzusammensetzung |
| verzinktes Schweißen | Zink und Charakter der Oberflächenbehandlung |
| Wartungsschweißen | Variabilität der Aktivitäten und Materialien |
Wenn eine Schweißerei auch eine Emissionsquelle für die Außenluft sein kann
Neben der Arbeitsumgebung kann auch eine Schweißerei nach dem Luftschutzgesetz relevant sein. Beim Schweißen von metallischen Werkstoffen ist vor allem die Gesamtstromaufnahme der Schweißarbeitsplätze entscheidend. Wenn sie 1.000 kW oder mehr erreicht, kann es sich um eine gelistete stationäre Quelle handeln.
In einem solchen Fall wird nicht nur die Exposition des Schweißers berücksichtigt, sondern auch Abgase, Filterung, Messung der gesamten Schwebstaubemission, Betriebsaufzeichnungen und möglicherweise die Betriebserlaubnis. Dekret Nr. 415/2012 Slg. gibt einen Emissionsgrenzwert für die gesamten Schwebeteilchen beim Schweißen von Metallwerkstoffen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 1.000 kW oder mehr als gelistete stationäre Quelle an; Diese Anforderung gilt nicht für das Widerstandsschweißen.
Arbeitsplatzluft und Außenemissionen müssen getrennt gehalten werden:
| Bereich | Was wird bewertet | Typischer Zweck |
|---|---|---|
| Arbeitsumfeld | Arbeiterbelastung in der Halle | RHA, Berufskategorisierung, Gesundheitsschutz |
| Emissionen in die Außenluft | durch Abgase abgegebene Verschmutzung | Regionalbehörde, CEI, Betriebserlaubnis |
| Extraktion und Filtration | technische Begrenzung von Rauch und Staub | Schutz der Arbeitnehmer und der Außenluft |
| Betriebsaufzeichnungen | Betrieb, Filter, Störungen, Messung | Nachweis der Einhaltung der Auflagen |
Die Emissionsmessung an einem Auspuff sagt daher nicht automatisch aus, wie hoch die Belastung des Schweißers ist. Umgekehrt ersetzt die Messung im Atembereich des Arbeitnehmers nicht die Emissionsmessung am Auspuff.
Was der Betreiber hätte vorbereiten sollen
Zur korrekten Beurteilung einer Schweißerei sollten grundlegende technische und betriebliche Daten erstellt werden. Es ist nicht notwendig, mit einer langen Form zu beginnen, aber ohne technische Kenntnisse können Messung und Dokumentation nicht sinnvoll vorgeschlagen werden.
Am wichtigsten sind Informationen zu Schweißmaterialien, Zusatzwerkstoffen, verwendeten Methoden, Schweißzeit, Anzahl der Arbeitsplätze, Absaugung, Filterung, Abluft und eventuellem Schleifen. Wenn bereits eine Anforderung von RHA, Regionalbehörde oder CEI vorliegt, ist es ratsam, diese gleich zu Beginn bereitzustellen. Danach kann unterschieden werden, ob es sich bei der Behörde um Arbeitsumfeld, Emissionen in die Außenluft, Betriebsaufzeichnungen oder Betriebserlaubnis handelt.
Die häufigsten Fehler
In Schweißbetrieben wird der Unterschied zwischen sichtbarem Rauch und der tatsächlichen Zusammensetzung des Schweißrauchs oft unterschätzt. Manchmal geht der Betreiber nur auf den Gesamtstaub ein, nicht jedoch auf bestimmte Metalle. Andernorts setzt man auf eine Absaugung, die installiert, aber während der Arbeit nicht effektiv genutzt wird.
Ein häufiger Fehler ist auch die Verwechslung von Arbeitsumgebung und Emissionen in die Außenluft. Wenn eine Schweißerei über Abluftleitungen zur Außenluft verfügt und unter die Liste der aufgeführten Quellen fällt, reicht die Messung der Arbeitnehmerexposition allein nicht aus. Umgekehrt kann für eine kleinere Schweißerei die Luft am Arbeitsplatz das Hauptthema sein und nicht die Betriebserlaubnis nach dem Luftschutzgesetz.
Zusammenfassung
Eine Schweißerei ist ein Arbeitsplatz, an dem Schweißrauch, Staub, Metalle, Schleifarbeiten, lokale Absaugung und möglicherweise auch Emissionen in die Außenluft zusammenkommen können. Für die richtige Beurteilung reicht der optische Eindruck oder die allgemeine Bezeichnung „Schweißer“ nicht aus. Spezifisches Material, Schweißmethode, Zusatzwerkstoff, Einwirkzeit, Extraktionseffektivität und tatsächlicher Arbeitsablauf entscheiden.
Bei größeren Schweißbetrieben muss auch die Verbindung zum Luftschutz überprüft werden, insbesondere wenn die gesamte elektrische Aufnahme beim Schweißen Werte erreicht, bei denen es sich möglicherweise um eine gelistete stationäre Quelle handelt. Arbeitsumgebung und Emissionen in die Außenluft hängen technisch gesehen zusammen, aus Sicht der Messung und Dokumentation handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Bereiche.
Senden Sie uns eine Beschreibung der Schweißwerkstatt, eine Liste der geschweißten Materialien, Schweißarten, Informationen zu Absaugung, Filterung, Abgasen und alle Anforderungen von RHA, Regionalbehörde oder CEI. Wir schlagen einen geeigneten Umfang der Luftmessung am Arbeitsplatz, die Bewertung von Metallen im Schweißrauch und das weitere Verfahren für Emissionen in die Außenluft vor.
Sachliche Grundlage des Artikels
Der Artikel basiert hauptsächlich auf diesen Vorschriften:
- Regierungsverordnung Nr. 361/2007 Slg. zur Festlegung der Bedingungen für den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz,
- Verordnung Nr. 432/2003 Slg., über die Berufskategorisierung,
- Gesetz Nr. 201/2012 Slg. über den Luftschutz,
- [Verordnung Nr. 415/2012 Slg. über zulässige Verschmutzungsgrade und deren Bestimmung] (https://www.zakonyprolidi.cz/cs/2012-415).
Regierungsverordnung Nr. 361/2007 Slg. zählt Schweißrauch zu den Stäuben mit möglicher fibrogener Wirkung und weist darauf hin, dass deren Zusammensetzung unter anderem vom Schweißgut, dem Zusatzwerkstoff und dem Schweißstrom abhängt. Auch giftige Metalle im Schweißrauch müssen berücksichtigt werden. Dekret Nr. 415/2012 Slg. legt Emissionsanforderungen für das Schweißen von Metallwerkstoffen mit einer elektrischen Gesamtleistung von 1.000 kW oder mehr als gelistete stationäre Quelle fest.

